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Nach intensiver Planung der Maßnahme begann der „scharfe Start“ für die komplexe Sanierung einschließlich der energetischen Sanierung und brandschutztechnischen Ertüchtigung des Volkshauses im Frühjahr 2018. Zu Beginn der Maßnahme wurden das Dachgeschoss entkernt, der Fußboden in Turnhalle, Bühne und Bühnennebenräumen herausgerissen, Decke und Empore zurückgebaut, der Innenputz im Saal und den Nebenräumen entfernt und das Treppenhaus entkernt. Verblieben war eine Bauhülle, Bautechnik und Gerüste bestimmten das Bild im und am Gebäude.

Wenn auch die Arbeiten weitestgehend planmäßig verliefen, so war es Anfang diesen Jahres doch kaum vorstellbar, dass die Arbeiten zum geplanten Eröffnungstermin abgeschlossen werden können. Nicht nur der neue Anbau zur Straßenseite war zu realisieren, umfangreiche Baumeisterarbeiten und alle denkbaren Ausbaugewerke waren zu koordinieren: Zur Stabilisierung des Dachaufbaus wurden aufwändige Arbeiten mit dem Einbau einer Stahlkonstruktion notwendig. Vom Einbau neuer Fenster, Türen und Treppen, über Heizungs-, Lüftungs- und Sanitärinstallation, Elektroinstallation, Dacharbeiten, Vollwärmeschutz und Fassadenarbeiten, Trockenbau- und Putzarbeiten, Fliesen- und Granitarbeiten, Bodenbelagsund Malerarbeiten bis hin zur Installation von Tontechnik waren umfangreiche Leistungen zu erbringen. Aber die regelmäßig stattfindenden Bauberatungen, eine straffe Bauüberwachung durch das Ingenieurbüro Gerlach und das gute Zusammenwirken der unterschiedlichen Gewerke ermöglichen die planmäßige Eröffnung am 1. November.

Jetzt können wir feststellen: Das Volkshaus präsentiert sich in neuem Outfit, energetisch und brandschutztechnisch saniert und mit insgesamt moderner Ausstattung.

Mit Fördermitteln aus der LEADER-Förderung und „Brücken in die Zukunft“ wurden in den letzten beiden Jahren rund 1,9 MioEUR für die Sanierung des Volkshauses investiert. Die Mehrkosten gegenüber dem geplanten Kostenaufwand (Plan 1,8 MioEUR) ergaben sich durch zusätzliche Ausstattungen und teilweise höhere Ausschreibungsergebnisse.

Die Geschichte des Gebäudes, das 1927 als Arbeitersportheim eingeweiht wurde, ist untrennbar mit der Gelenauer Arbeiterturn- und Sportbewegung verbunden. 1901 war der Arbeiterturnverein gegründet worden. Nachdem er 1921 einen eigenen Turn- und Sportplatz gekauft hatte und eingetragener Verein „Arbeiter-Turn- und Sportverein e. V.“ wurde, beschloss er 1926 den Bau einer Turnhalle. Anfang Juni 1926 fand die Grundsteinlegung statt. Ein beträchtlicher Teil der Geldmittel zur Finanzierung des Turnhallenbaus wurden durch denVerkauf von Anteilscheinen aufgebracht. Mit vielen freiwilligen Baueinsätzen von Mitgliedern des Arbeiter-Turn- und Sportvereins sowie Sportanhängern wurde der Rohbau des Gebäudes unterstützt. Am 8. Dezember 1926 feierte man Richtfest und am 27. September 1927 wurde das Arbeitersportheim feierlich eingeweiht. Der Anbau der Wirtschaftsräume wurde 1931 fertig gestellt.

In der Zeit des Faschismus erfolgte das Verbot der Arbeitersportbewegung und 1935 wurde das Arbeitersportheim an den bürgerlichen Deutschen Turnverein Gelenau versteigert. Ein trauriges Kapitel in der Geschichte des Gebäudes folgte: Von 1937 an benutzte man die Turnhalle als Getreidelager und während des Krieges waren ausländische Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene hier untergebracht.

Nach 1945 ging das ehemalige Arbeitersportheim an seinen rechtmäßigen Besitzer über und wurde in „Volkshaus“ umbenannt. Das Haus befand sich in einem schlechten Zustand und musste vollständig renoviert werden.

1953 ging das Volkshaus in das Eigentum der Gemeinde Gelenau über und wurde - mehrmals rekonstruiert und modernisiert - über Jahrzehnte hinweg für den Schul- und Vereinssport, aber auch für kulturelle Veranstaltungen genutzt.

Nach der nun erfolgten Sanierung entspricht das altehrwürdige Gebäude den heutigen Anforderungen und ist gut gerüstet für die weiteren unterschiedlichen Nutzungen im sportlichen und kulturellen Bereich.

Belegt ist das Volkshaus an allen Tagen der Woche. Die Räumlichkeiten im Volkshaus werden rege genutzt zur Trainings- und Vereinstätigkeit aller Altersgruppen der Fußballer des BSV Gelenau e. V., der Ringer des RSK „Jugendkraft 1898“ e. V. und der Karnevalisten des 1. GCC. Zu regelmäßigen Fitness- und Sporteinheiten treffen sich Junge und Junggebliebene der Abteilungen Turnen, Gymnastik und Pilates des SV Gelenau e. V. Auch die Zumba-Kurse haben viele Anhänger gefunden. Daneben nutzen auch andere Gelenauer Vereine, z. B. das Modespektakel „Vetos Civitas“, gelegentlich die Räumlichkeiten. Feste Veranstaltungspunkte sind alljährlich die Puppentheatertage sowie die Jugendweihe. Aber auch für Weihnachts- und Firmenfeiern, für Seminare und Tagungen und für vielseitige kulturelle Veranstaltungen steht das Haus zur Verfügung.

Wir danken allen, die an der Planung und Bauausführung der Maßnahme beteiligt waren, und wünschen uns, dass sich Sportler und Gäste wohl fühlen im sanierten Volkshaus, das Haus rege nutzen und viele erlebnisreiche und entspannende Stunden hier verbringen.

Knut Schreiter
Bürgermeister

VH

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