Volkshaus mit Musical "Saitenverkehrt" eröffnet

Am 1. November öffnete das komplett sanierte Volkshaus erstmals wieder seine Pforten. Nach rund eineinhalbjähriger Bauzeit wurde das traditionsreiche Gebäude ohne Schwierigkeiten wieder in Betrieb genommen. Wenn auch noch Restarbeiten zu erledigen sind, so konnten sich doch die über 400 Gäste davon überzeugen, dass das Volkshaus nun den Anforderungen an eine moderne Sport- und Veranstaltungsstätte gerecht wird.

Bürgermeister Knut Schreiter brachte in seiner Rede zur Eröffnung die Freude zum Ausdruck, dass es – allen Zweifeln zum Trotz - gelungen ist, den geplanten Eröffnungstermin auch tatsächlich einzuhalten. Erfreulich ist auch, dass der geplante Kostenaufwand in Höhe von rund 1,8 MioEUR nahezu eingehalten wurde. Mehrkosten von rund 100 TEUR ergaben sich durch zusätzliche Ausstattungen und teilweise höhere Ausschreibungsergebnisse.

Er dankte allen am Bau beteiligten Firmen für das gute Zusammenwirken in der gesamten Bauphase. Einen besonderen Dank erhielten Herr Gerlach und seine Mitarbeiterinnen vom Ingenieurbüro Gerlach aus Drebach für die korrekte Planung des Vorhabens und die kompetente Bauleitung und straffe Bauüberwachung während der gesamten Bauausführung.

Bürgermeister Knut Schreiter dankte auch dem Erzgebirgskreis und dem Verein zur Entwicklung der Zwönitztal-Greifensteinregion für die Bereitstellung von Fördermitteln für das Vorhaben.

Bürgermeister a. D. Frieder Stimpel nahm in Vertretung des Landrats an der Eröffnungsfeier teil. Er
zeigte sich beeindruckt von den vielen Möglichkeiten, die in Gelenau für Sport, Kultur und Freizeitgestaltung bestehen. Mit der Sanierung des Volkshauses wurden diese guten Bedingungen noch weiter ausgebaut.

Die lange Tradition und die wechselvolle Geschichte des Volkshauses veranschaulichte Dr. Olaf Tautenhahn in Wort und Bild.

Höhepunkt der Eröffnungsfeier war die Wiederaufführung des Wendemusicals "Saitenverkehrt" von Autor und Komponist Hendrik Seibt, das thematisch bestens zum 30. Jahrestag des Mauerfalls und zur friedlichen Revolution im Herbst 1989 passte. Zehn Jahre nach seiner Erstaufführung wurde das Musical wieder mit Schülerinnen und Schülern der Freien Schule Erzgebirgsblick einstudiert. Eindrucksvoll bewiesen die 89 Akteure ihr Talent und Können. Schönster Lohn für die lange Probenund Vorbereitungszeit war die Begeisterung des Publikums, das die Darbietung mit stehenden Ovationen und langem Beifall feierte.

Möge das Volkshaus in den kommenden Jahren noch viele solche kulturellen Höhepunkte erleben, aber auch in seiner ursprünglichen Bestimmung als Turnhalle durch viele Vereine genutzt werden. Die Voraussetzungen für die unterschiedlichen Nutzungen des Gebäudes als Kultur- und Sportstätte sind durch die umfangreichen Arbeiten in den vergangenen Monaten geschaffen worden.
 

Musical

Gedenkfeier zum Volkstrauertag

Bundesweit finden am Volkstrauertag Kranzniederlegungen an Gedenkstätten und Kriegsgräbern statt. Auch am Ehrenmal „Ich hatt’ einen Kameraden“ wurde in einer Gedenkfeier mit Kranzniederlegung - musikalisch würdig umrahmt vom Posaunenchor der Evang.-Luth. Kirche - an die Kriegstoten und die Opfer von Gewaltherrschaft erinnert.

Der stellvertretende Bürgermeister Ole Fleischer verwies auf die zahllosen Opfer von Krieg und Gewalt, die uns auch heute noch mahnen, die Lektion der Geschichte zu lernen und zu lehren. Nur Versöhnung, Kooperation und Verständigung schaffen dauerhaften Frieden.

Pfarrerin Rebekka Oesterreich bezeichnete jede Kriegsführung als absurd. Dankbar können wir auf mehr als 70 Jahre Frieden und Versöhnung in unserem Land blicken.

225 Gelenauer fielen im Ersten Weltkrieg. In seinen Recherchen ermittelte unser Ortschronist Dr. Olaf Tautenhahn die Opferzahl des Zweiten Weltkrieges neu – mindestens 542 Gelenauer Tote sind zu beklagen, darunter Gefallene, Vermisste, Bombenopfer, Holochaust-Opfer, Kriegsgefangene und Euthanasieopfer. Dr. Olaf Tautenhahn übergab Pfarrerin Rebekka Oesterreich ein Buch „Die Gelenauer Toten des 2. Weltkrieges“, in welchem alle Namen der Toten verzeichnet sind. Er regte an, eine Tafel zum Gedenken an die Opfer am Ehrenmal anzubringen. Informationen zu den Toten können im Pfarrhaus erfragt werden.


Die Übergabe des Buches ist als Auftakt für den Vortrag von Herrn Dr. Tautenhahn zum 75. Jahrestag des Endes des 2. Weltkriegs in Gelenau gedacht. Dazu sucht unser Ortschronist noch Zeitzeugen und Zeitdokumente. Sicher sind bei den älteren Einwohnern Erinnerungen an den 2. Weltkrieg noch gegenwärtig. Herr Dr. Tautenhahn freut sich auf Ihre Berichte, Mitteilungen und Dokumente unter Telefonnummer 037297 7702 oder persönlich.

Volkstrauertag

Gälner Strumpforden 2019 verliehen

Mit dem Strumpforden wird jährlich zur Rathausstürmung eine Person geehrt, die sich in besonderer Weise um den Ort verdient gemacht hat.
In diesem Jahr wurde Herr Reinhold Uhlig mit dem Strumpforden ausgezeichnet.

Reinhold Uhlig – der Vater aller Kostüme, ob für Heimatfeste, Faschingsveranstaltungen, Modenschauen – er steht beratend zur Seite, stellt die benötigten Kostüme bereit und sorgt für die perfekte Passform. Auch die Models des Modespektakels „VETOS CIVITAS“, die anlässlich der 1. Gelenauer Museumsnacht edle historische Gewänder präsentierten, wurden von Herrn Uhlig eingekleidet. So eine fachmännische Unterstützung ist ein Glücksfall und ein Privileg für Gelenau. Ohne das Engagement von Herrn Uhlig hätten manche Feste und Veranstaltungen nicht so ein professionelles Niveau erreicht. Auch aus finanziellen Gründen hätte man ohne den ehrenamtlichen Einsatz die Ansprüche zurückschrauben müssen. Das Geleistete ist unbezahlbar und kann nicht hoch genug gewürdigt werden. Es gab nie ein Nein von Herrn Uhlig, auch jetzt nicht, als es darum ging, die Gemeinde bei der Umgestaltung des Strumpfmuseums zu unterstützen.

Wir als Gemeinde bedanken uns bei Herrn Uhlig ganz, ganz herzlich – auch im Namen aller, die von seinem Wissen und Können bislang profitieren durften – und hoffen sehr, dass uns Herr Uhlig auch künftig mit Rat und Tat zur Seite steht.

Strumpforden

Dankeschönveranstaltung 2019

Durch den Bürgermeister Knut Schreiter wurden zur diesjährigen Dankeschönveranstaltung wieder viele ehrenamtlich tätige Bürger aus unserer Gemeinde geehrt. Dazu gehören unsere Friedensrichterin Claudia Richter, die in den letzten Jahren viele Streitigkeiten zu schlichten hatte oder unser Ortschronist Olaf Tautenhahn, der seit Jahren ortsgeschichtliche Recherchen führt und Vorträge in der Gemeinde über Geschichtliches hält. Nicht zu vergessen ist auch Manfred Tränkner, der uns bei der Gestaltung unseres Deutsches Strumpfmuseums mit Rat und Tat zur Seite steht. Vielen lieben Dank ebenfalls an Reinhold Uhlig, der uns für Veranstaltungen kostenlos Kostüme aus seinem Fundus ausleiht und uns aktiv bei der Neugestaltung des Strumpfmuseums hilft.

Uneigennützige hervorragende Arbeit in unserer Kommune leisten weiterhin z. B. Dolmetscher, Mitarbeiter im Asylkreis, Mediengestalterin, Wegewart, Schauwerbegestalterin – um nur einige zu nennen. Besonderer Dank geht an unsere Amtsblattausträger, die jeden Monat die gemeindlichen Nachrichten an unsere Einwohner bringen. Für ein blühendes Gelenau sorgen die Teilnehmer am Blumenschmuckwettbewerb und diejenigen, die sich um die Pflege kommunaler Grundstücke kümmern.

Viele Helfer wären hier noch zu nennen, aber dafür würde der Platz in unserem Amtsblatt nicht ausreichen.

Unser Bürgermeister sorgte mit seinen Gesangsbeiträgen und dem Duo Musidance für gute Stimmung. Deshalb wurde schon gemunkelt, dass wir im nächsten Jahr kein Kulturprogramm benötigen, da Bürgermeister Knut Schreiter dies allein gestalten kann…

Dankeschön

Volkshaus wird nach umfassender Sanierung wiedereröffnet

Nach intensiver Planung der Maßnahme begann der „scharfe Start“ für die komplexe Sanierung einschließlich der energetischen Sanierung und brandschutztechnischen Ertüchtigung des Volkshauses im Frühjahr 2018. Zu Beginn der Maßnahme wurden das Dachgeschoss entkernt, der Fußboden in Turnhalle, Bühne und Bühnennebenräumen herausgerissen, Decke und Empore zurückgebaut, der Innenputz im Saal und den Nebenräumen entfernt und das Treppenhaus entkernt. Verblieben war eine Bauhülle, Bautechnik und Gerüste bestimmten das Bild im und am Gebäude.

Wenn auch die Arbeiten weitestgehend planmäßig verliefen, so war es Anfang diesen Jahres doch kaum vorstellbar, dass die Arbeiten zum geplanten Eröffnungstermin abgeschlossen werden können. Nicht nur der neue Anbau zur Straßenseite war zu realisieren, umfangreiche Baumeisterarbeiten und alle denkbaren Ausbaugewerke waren zu koordinieren: Zur Stabilisierung des Dachaufbaus wurden aufwändige Arbeiten mit dem Einbau einer Stahlkonstruktion notwendig. Vom Einbau neuer Fenster, Türen und Treppen, über Heizungs-, Lüftungs- und Sanitärinstallation, Elektroinstallation, Dacharbeiten, Vollwärmeschutz und Fassadenarbeiten, Trockenbau- und Putzarbeiten, Fliesen- und Granitarbeiten, Bodenbelagsund Malerarbeiten bis hin zur Installation von Tontechnik waren umfangreiche Leistungen zu erbringen. Aber die regelmäßig stattfindenden Bauberatungen, eine straffe Bauüberwachung durch das Ingenieurbüro Gerlach und das gute Zusammenwirken der unterschiedlichen Gewerke ermöglichen die planmäßige Eröffnung am 1. November.

Jetzt können wir feststellen: Das Volkshaus präsentiert sich in neuem Outfit, energetisch und brandschutztechnisch saniert und mit insgesamt moderner Ausstattung.

Mit Fördermitteln aus der LEADER-Förderung und „Brücken in die Zukunft“ wurden in den letzten beiden Jahren rund 1,9 MioEUR für die Sanierung des Volkshauses investiert. Die Mehrkosten gegenüber dem geplanten Kostenaufwand (Plan 1,8 MioEUR) ergaben sich durch zusätzliche Ausstattungen und teilweise höhere Ausschreibungsergebnisse.

Die Geschichte des Gebäudes, das 1927 als Arbeitersportheim eingeweiht wurde, ist untrennbar mit der Gelenauer Arbeiterturn- und Sportbewegung verbunden. 1901 war der Arbeiterturnverein gegründet worden. Nachdem er 1921 einen eigenen Turn- und Sportplatz gekauft hatte und eingetragener Verein „Arbeiter-Turn- und Sportverein e. V.“ wurde, beschloss er 1926 den Bau einer Turnhalle. Anfang Juni 1926 fand die Grundsteinlegung statt. Ein beträchtlicher Teil der Geldmittel zur Finanzierung des Turnhallenbaus wurden durch denVerkauf von Anteilscheinen aufgebracht. Mit vielen freiwilligen Baueinsätzen von Mitgliedern des Arbeiter-Turn- und Sportvereins sowie Sportanhängern wurde der Rohbau des Gebäudes unterstützt. Am 8. Dezember 1926 feierte man Richtfest und am 27. September 1927 wurde das Arbeitersportheim feierlich eingeweiht. Der Anbau der Wirtschaftsräume wurde 1931 fertig gestellt.

In der Zeit des Faschismus erfolgte das Verbot der Arbeitersportbewegung und 1935 wurde das Arbeitersportheim an den bürgerlichen Deutschen Turnverein Gelenau versteigert. Ein trauriges Kapitel in der Geschichte des Gebäudes folgte: Von 1937 an benutzte man die Turnhalle als Getreidelager und während des Krieges waren ausländische Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene hier untergebracht.

Nach 1945 ging das ehemalige Arbeitersportheim an seinen rechtmäßigen Besitzer über und wurde in „Volkshaus“ umbenannt. Das Haus befand sich in einem schlechten Zustand und musste vollständig renoviert werden.

1953 ging das Volkshaus in das Eigentum der Gemeinde Gelenau über und wurde - mehrmals rekonstruiert und modernisiert - über Jahrzehnte hinweg für den Schul- und Vereinssport, aber auch für kulturelle Veranstaltungen genutzt.

Nach der nun erfolgten Sanierung entspricht das altehrwürdige Gebäude den heutigen Anforderungen und ist gut gerüstet für die weiteren unterschiedlichen Nutzungen im sportlichen und kulturellen Bereich.

Belegt ist das Volkshaus an allen Tagen der Woche. Die Räumlichkeiten im Volkshaus werden rege genutzt zur Trainings- und Vereinstätigkeit aller Altersgruppen der Fußballer des BSV Gelenau e. V., der Ringer des RSK „Jugendkraft 1898“ e. V. und der Karnevalisten des 1. GCC. Zu regelmäßigen Fitness- und Sporteinheiten treffen sich Junge und Junggebliebene der Abteilungen Turnen, Gymnastik und Pilates des SV Gelenau e. V. Auch die Zumba-Kurse haben viele Anhänger gefunden. Daneben nutzen auch andere Gelenauer Vereine, z. B. das Modespektakel „Vetos Civitas“, gelegentlich die Räumlichkeiten. Feste Veranstaltungspunkte sind alljährlich die Puppentheatertage sowie die Jugendweihe. Aber auch für Weihnachts- und Firmenfeiern, für Seminare und Tagungen und für vielseitige kulturelle Veranstaltungen steht das Haus zur Verfügung.

Wir danken allen, die an der Planung und Bauausführung der Maßnahme beteiligt waren, und wünschen uns, dass sich Sportler und Gäste wohl fühlen im sanierten Volkshaus, das Haus rege nutzen und viele erlebnisreiche und entspannende Stunden hier verbringen.

Knut Schreiter
Bürgermeister

VH

 
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