Keine Mühen hatte der Bürgermeister gescheut und alle Hebel in Bewegung gesetzt, die zur Rathausstürmung am 12.11.2022 auferlegte Faschingsaufgabe zu erfüllen. Gelenau sollte den Beinamen Backsgemeinde erhalten. Dem Bürgermeister wurde aufgetragen, die Beschilderung an den Ortseingängen dahingehend zu ergänzen.
Bereits weit vor Faschingsdienstag waren die Schilder an Ort und Stelle – sprich an den Ortseingangsschildern montiert. Der Bürgermeister glaubte den Sieg auf seiner Seite. Eigentlich gibt es als Beweis auch ein Pressefoto. Die Betonung liegt auf eigentlich, denn das Beweisfoto nützte am Ende nichts, da diese Beschilderung nicht genehmigungsfähig war. Das wurde dann natürlich auch geahndet und die zuständige Behörde entfernte die Tafeln noch vor Faschingsdienstag. Diesen Umstand nutzte der Gelenauer Carnevalsclub gnadenlos aus und arbeitete darauf hin, die Wette für den Bürgermeister als verloren zu erklären. Die Karnevalisten waren zudem so clever, dass sie beim Faschingsball am Dienstagabend das Publikum mit einbezogen. Um die Entscheidung über das Wettergebnis nicht allein auf ihre Kappe nehmen zu müssen, ließen sie die Gäste abstimmen. Schlussendlich entschied sich die Mehrheit im Sinne der Gelenauer Narrenschaft und die Wette war somit für den Bürgermeister endgültig verloren. Die Bemühungen um die Beschilderung waren aber nicht zwecklos. Die Gemeinde arbeitet nachhaltig und die Tafeln werden als Werbeträger für die 750-Jahr-Feier Verwendung finden.
Für den Bürgermeister heißt es nun, Backs backen für den Faschingsverein.
Backs, das ist ein einfaches, aber schmackhaftes Gericht. Die Zubereitung ist jedoch eine Wissenschaft für sich: Das Backen braucht Zeit, der Vorgang sollte überwacht werden, um ein Anbrennen zu vermeiden und eine leckere goldbraune Kruste zu erzielen. Na dann schauen wir mal! Am Ende werden alle sicherlich viel Spaß dabei
haben.